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Kritischen Einführungstage Uni Wien
Dolores
#1 Geschrieben : Donnerstag, 5. Oktober 2017 13:45:55(UTC)
Dolores_Stv

StV-Mitglied von 2015 bis 2017

Posts: 311

wurde 703-mal gedankt

Zitat:
Liebe Initiativen, Gruppen und Kolleg_innen,

Vom 09.10. bis zum 25.10.2017 finden die kritischen Einführungstage
statt.

Mit den kritischen Einführungstage wollen wir Studierenden die
Möglichkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Universität und
Gesellschaft geben. Die kritischen Einführungstage sind ein
fächerübergreifendes Alternativprogramm: Aktionen, Workshops, Vorträge
und Diskussion, die an der Uni sonst meist zu kurz kommen. Neben
verschiedenen linken Gruppen stellen sich auch Basis- und
Institutsgruppen. Wir laden euch, alle Studierenden und Interessierte
ein zur KritUni zu kommen und würden uns freuen, wenn ihr die
Einführungstag auf euren Kanälen bewerben würdet. Alle Veranstaltungen
sind kostenlos, bei einigen ist aber eine Anmeldung erforderlich.

Das ganze Programm findet ihr auf unserem Blog und Facebook.
https://krituni.noblogs.org/
https://www.facebook.com/Krit.Uni/
https://www.facebook.com/events/1109745899156416/

Die Veranstaltungen der ÖH sind außerdem auf den ÖH-Seiten zu finden.
http://www.oeh.univie.ac...stage-2017-der-uni-wien

https://www.facebook.com/events/1522648194447955/

Über kurz oder lang wird jedem Studierenden klar, dass die Universität
nicht von der Gesellschaft losgelöst ist. Aktuelle Entwicklungen und
Themen, wie die ganz alltägliche Politik wirken auf den universitären
Bereich. Während die universitären Kurien mit den Nationalratswahlen um
ihr Geld bangen, haben Studierende nun mit einem im Zuge von den
Bologna-Entwicklung zusammengestopften Studium zu kämpfen. Der 1997
begonnene Bologna-Prozess vereinheitlichte die universitäre Bildung mit
dem Ziel, Europa zum “international wettbewerbsfähigsten, dynamischsten,
wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt” zu machen. Ohne Zwang setzten
in den folgenden Jahren Europas Nationen jene Leitlinien um, genauso wie
sie die Universitäten wirtschaftlichen Unternehmen mit Aufsichtsrat,
Ziel- und Leistungsvereinabrungen, etc., angeglichen haben. Zeitgleich
wurden dabei demokratische Mitbestimmungsmöglichkeiten gekürzt und teure
Disziplinen in Abhängigkeit vom externen Geldern (unter anderem aus der
Privatwirtschaft) gesetzt.Folglich kann nicht verleugnet werden, dass
Forschung und Lehre der wirtschaftlichen Verwertbarkeit untergeordnet
werden.

Und auch sonst bewegt sich die Universität nicht im luftleeren Raum. Wie
im Rest der Gesellschaft finden sich auch auf der Universität
verschiedene Formen von reaktionären Ideologien wie Nationalismus,
Sexismus, Rassismus, oder Antisemitismus, die hier auch weiter
reproduziert werden, was nicht zuletzt Enthüllungen aus Chatgruppen im
ÖH-Wahlkampf offenbarten. Und verschiedene gesellschaftliche
Herrschaftsverhältnisse durchziehen auch universitäre Strukturen,
beispielsweise die Diskriminierung von Studierenden, welche nicht aus
der EU kommen und deshalb doppelt soviel Studiengebühren zahlen müssen
und anderen Restriktionen unterliegen, oder der Umstand, dass noch immer
Männer viele Bereiche des akademischen Lebens dominieren, obwohl 63%
aller Studierenden Frauen sind.

Liebe Grüße
Das Orgateam der KritUni
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