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Profil: Michael von damals
Nickname: Michael von damals
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Thread: Parlamentarische Anfrage   Letzter Post
Geschrieben: Freitag, 28. Juni 2013 18:32:54(UTC)
Also dass Martin Graf mal eine Anfrage zum ZTW stellen würde, hätt ich auch nicht gedacht. Bei der Gelegenheit hätte ihn gleich jemand ans ZTW einladen können, ein bisschen transkulturelle Einsicht würd ihm ja nicht schaden … lächel' Aber zum Thema:

Da es in Teilen der Anfrage bzw. in diesem Thread hier vor allem um den Bachelorstudienplan 2007 geht, werde ich als Mitglied der StV von 2008 bis 2011, wo dieser Studienplan gültig war und wir uns also mit seiner Umsetzung beschäftigen mussten, versuchen, die Sache aus Sicht „der StV“ zu erklären.

Zu anderen Teilen der Anfrage kann ich nichts sagen, da ich zu den jeweiligen Zeitpunkten noch nicht bzw. nicht mehr am ZTW bzw. bei der StV war/bin.

(Mir wäre zum Beispiel nicht bekannt, dass „mehrere Komplikationen mit der Anrechnung absolvierter Kurse aus dem Curriculum WS 2007/2008 aufgetreten“ sind – die Anrechnungstabellen waren gleichzeitig mit dem Studienplan fertig und decken alle Fälle ab, die SPL sieht sich individuelle Fälle an. Dazu weiß aber die aktuelle StV mehr, falls es denn mehr dazu zu wissen gibt.)

Die Studienvertretung, die in Antwort zu Frage 9 als „auch an der Erstellung des Curriculums beteiligt“ erwähnt wird, gab es nur bis eineinhalb Semester nach der Einführung des Studienplans. Dann (Sommer 2008) löste sich das damalige Team auf, und ich und andere stießen nach und nach zu den Personen, die von der StV 2007 noch im Team waren. Ich weiß also nicht, was in der Curricular-AG für das Bachelorstudium 2007 genau passiert ist, weil ich noch nicht einmal am ZTW war, als diese gearbeitet hat.

Was ich aber kommentieren kann/möchte, ist die Situation, die in Antwort zu Frage 9 und Antwort zu Fragen 15 bis 19 beschrieben wird:

Zitat:
§ 8 Abs. 3 des Curriculums 2007 enthält die Bestimmung: „Teilnahmebeschränkungen und Sonderregelungen sind bei der Ankündigung der betreffenden Lehrveranstaltungen“ Die im Entstehungsprozess des Curriculums beteiligten juristischen Mitarbeiter/innen gingen bei der Formulierung allerdings davon aus, dass es sich dabei um eine Vorgehenseweise im Sinne des § 54 Abs. 8 UG zur Festlegung der Zahl der Teilnehmer/innen in Parallelveranstaltungen handelte.

[…]

Das Missverständnis über die Bedeutung der Wortfolge und ihre Konsequenzen reichte über die Curricularentwicklung in die tatsächliche Umsetzung des Curriculums hinein und wurde als sinnvolle Praxis von den Studierenden und Lehrenden angesehen. Wäre den Entwickler/innen de Curriculums 2007 bekannt gewesen, dass sich die gesetzte Wortfolge aus formaljuristischer Sicht wegen mangelender Bestimmtheit als problematisch erweisen würde, so wären umfänglichere Regelungen im Sinne des § 54 Abs. 7 UG erlassen worden, um die vom Zentrum gewählte Vorgehensweise abzusicher, die überwiegend didaktische Gründe hatte und letztlich im Sinne der Studierenden liegt.


Die oben beschriebene Situation bezüglich dieses § 9 Abs. 3 entspricht genau meiner Erfahrung als jemand, der immer wieder wegen der Vorraussetzungen im Bachelorstudienplan 2007 mit Studierenden, ÖH und SPL im Gespräch war. Dieser Punkt im Curriculum war immer entscheidend dafür, dass die Voraussetzungen nicht abgeschafft wurden: Die Vorrausetzungen wurden als die zitierten Sonderregelungen betrachtet – und die Bekanntgabe dieser Sonderregelungen wurde durch die Tabellen, die die Vorraussetzungen informierten, als erledigt gesehen.

Wir (die StV von 2009) wurden auch von der damaligen SPL gebeten, die Voraussetzungen zu kommentieren. Wir haben daraufhin ein Dokument erstellt, dass die Vorraussetzungen auflistet und ihre Nachteile für den Studienverlauf aufzeigt sowie Alternativen dazu vorschlägt. Dieses Dokument sollte bei einem eigens dafür eingerichteten Termin diskutiert werden. Allerdings fand diese Diskussion dann nie richtig statt, eben genau wegen dieses § 9 Abs. 3 im Curriculum, von dem alle dachten, er würde die rechtliche Grundlage für die Voraussetzungen liefern.

Wenn also zum Beispiel angesprochen wurde, dass die Voraussetzungen nicht für alle Sprachen galten (was ja für die Situation am ZTW durchaus Sinn machte, aber eben als rechtlich problematisch vermutet wurde) bzw. sie sich in Englisch und Deutsch von Französisch unterschieden, wurde darauf verwiesen, dass es sich bei den Voraussetzungen eben um die Studienplan erwähnten Sonderregelungen basierend auf den Studierendenzahlen in diesen Sprachen handelte, und dass diese laut Curriculum erlaubt/möglich seien. Wie die Antwort auf die Anfrage beschreibt, waren alle Beteiligten der Meinung, die Auslegung des Curriculums sei korrekt. Erst die Prüfung als Resultat dieser schon ewig andauerenden SPOT-Geschichte (und der SPOT bzw. das dazugehörige Modul war ja tatsächlich als Voraussetzung im Curriculum verankert, ganz explizit) hat jetzt als Ergebnis gezeigt, dass „die Formulierung im Curriculum möglicherweise zu unbestimmt und die bis dahin praktizierte Auslegung der curricularen Bestimmungen mit den gesetzlichen Anforderungen des § 54 Abs. 7 UG nur schwer in Einklang zu bringen ist“. Selbst das ist noch sehr vorsichtig formuliert, finde ich, es dürfte sich hier also wirklich um einen Grenzfall gehandelt haben.

Wir als StV 2009 damals haben die Voraussetzungen insofern „unterstützt“ bzw. „befürwortet“, als wir über sie informiert haben. Noch viel hinderlicher als die Voraussetzungen selbst war für viele Studierende die Tatsache, dass sie nicht von Anfang an über sie Bescheid wussten und deswegen ihr Studium (vor allem ihr erstes Semester) nicht entsprechend planen konnten. Wir haben aber auch immer darauf verwiesen, dass die Voraussetzungen empfohlene (!) Voraussetzungen sind und die Lehrenden sie nur zur Anwendung bringen sollten, wenn sich zu viele Studierende für eine LV angemeldet hatten – was ja überhaupt erst der Grund für die Erstellung solcher Voraussetzungen gewesen war. Das haben wir auch immer wieder an Lehrende vermittelt, wenn Studierende zum Beispiel trotz Platz in der Übung nicht aufgenommen worden waren und schließlich doch die Übung besuchen durften.

Was ich aus der oben zitierten Antwort zu Fragen 15 bis 19 herauslese, ist, dass die Voraussetzungen wohl ohne den § 9 Abs. 3, der sich jetzt als problematisch herausgestellt hat, trotzdem, aber anders – juristisch korrekt(er) – umgesetzt worden wären. Da stellt sich dann die Frage, ob die StV grundsätzlich gegen solche Voraussetzungen hätte vorgehen sollen. Manche der Regelungen bzw. die Ideen dahinter machten aus unserer Sicht (obwohl es natürlich auch immer wieder Diskussionen dazu intern gab) durchaus Sinn (sprachbezogene LVs absolvieren ehe man Übungen wie Translatorische Basiskompetenz besucht), andere wiederrum waren zu viel und hinderlich (zum Beispiel die UE Grammatik Englisch als Voraussetzungen für andere sprachbezogene Englisch-LVs desselben Moduls). Ich hoffe, dass wir diese Überlegungen im Bachelorstudienplan 2011 – an dem wir aktiv in der Curricular-AG mitgearbeitet haben und in dem die Voraussetzungen sowohl weniger als auch explizit im Curriculum formuliert sind – besser umsetzen konnten.

Soweit meine Perspektive dazu als jemand von der StV 2009, die mit der Umsetzung des Studienplans von 2007 beschäftigt war. Für eine Perspektive „der StV“ zur Einführung dieser Voraussetzungen grundsätzlich im Curriculum 2007 müsste sich jemand von der StV 2007 melden. Für alles bezüglich Voraussetzungen, was ab dem Wintersemester 2011 passiert ist, wissen nur „jüngere Mitglieder“ der StV Bescheid (mit Ausnahme der Voraussetzungen für den BA-Plan 2011, an dessen Erstellung ja wiederrum die StV 2009 beteiligt war).
Thread: PIK-Wiederholung: Wie viele Sprachen?   Letzter Post
Geschrieben: Donnerstag, 21. Februar 2013 15:12:52(UTC)
pat;36226
Ich habe eine Frage zur Pik, die mich seit längerem beschäftigt, aber ich habe sowohl auf der Homepage, als auch hier keine Antwort darauf gefunden.


Wo hast du gesucht? Auf der StV-Website gibt es einen Punkt für Bachelorstudien. Es stehen das Bachelorstudium 2011 und das Bachelorstudium 2007 zur Auswahl, beide haben einen Unterpunkt für die PIK-Prüfung. Bei beiden diesen PIK-Seiten steht dann als Erstes unter der Überschrift „Wiederholungsmöglichkeiten“ die Antwort auf deine Frage:

„Wenn du bei deinem ersten Prüfungsantritt in zwei oder drei Sprachen negativ benotet wirst, musst du die gesamte PIK-Prüfung in allen Sprachen wiederholen. Wenn du bei deinem ersten Antritt in einer Sprache negativ benotet wirst, musst du nur in dieser Sprache die Prüfung wiederholen.“
Thread: Englisch-PIK dreimal nicht bestanden   Letzter Post
Geschrieben: Dienstag, 5. Februar 2013 17:02:12(UTC)
So wie ich das verstanden habe, hat Stefanie gemeint, dass es für dich zu spät ist, den Prüfer*innenwechsel VOR dem 3. Termin wahrzunehmen. Das wäre möglich gewesen, aber da du ja schon dreimal angetreten bist, ist es für diesen Wechsel schon zu spät.

Ich stimme den anderen zu, du solltest unbedingt deine bisherigen Prüfungstexte besprechen. Falls dir die Lehrperson wirklich nicht weiterhilft, zeig deine Texte zumindest anderen Studierenden, von denen du weißt, dass sie die PIK geschafft haben bzw. dass sie gute Noten bekommen. Du könntest auch eine Lehrperson, die du gern als Prüfer*in hättest, bitten, einen deiner Texte anzuschauen und dir eventuell Feedback zu geben. Die Lehrenden haben immer sehr viel zu tun, aber ich hab schon von ein paar gehört, die ihren Text gemeinsam mit einer Lehrperson, zu der sie einen guten Draht hatten, besprochen haben. Je besser du verstehst, warum deine Texte bislang nicht positiv bewertet wurden, desto besser kannst du diese Fehler beim nächsten Mal vermeiden.

Und wenn es an Makro- bzw. Mikrostruktur lag, schau dir Texte an, die für den Zweck in der PIK-Prüfung geschrieben wurden. Also wenn du eine Pressemitteilung schreiben musstest, schau dir an, wie Pressemitteilungen üblicherweise geschrieben sind – welche Wörter (welches Register) werden verwendet, wie sind die Texte aufgebaut, auf welchen Diskurse bauen die Texte auf etc.

Ich bin ebenfalls in Englisch angetreten und hatte keine Fünf. Es ist möglich. Viel Glück!
Thread: derStandard.at: „Es gibt kein Ausländerproblem“   Letzter Post
Geschrieben: Samstag, 22. Dezember 2012 12:34:04(UTC)
jellyfish
Ein paar Stunden später kam er wieder zu mir ins Krankenhaus und wollte mich dazu bringen auszusagen, dass ich den Autofahrer übersehen und daher den Unfall (+ Schaden) selbst verursacht hätte und nicht er.

Also du hattest den Unfall versursacht, in dem du auf dem Schutzweg zu Fuß in ein Auto gerannt bist? Klingt logisch. tot

Mari
Zitat:
Und was viele vergessen: die größte ausländische Bevölkerungsgruppe. Jene, die wirklich mit uns Österreichern um Studien- und Arbeitsplätze konkurrieren, sind die Deutschen. Und die integrieren sich ja wirklich nicht. Schließlich gehen wir Stiegen rauf und laufen keine Treppe hoch.

Ach wie nett, da hat er ja am Ende wieder einen gemeinsamen Feind gefunden, den keiner mag. zwinker

Da wollte er wohl zeigen, wie „österreichisch“ er wirklich ist. lächel' Nein, im Ernst, dieser Teil ist wohl wirklich als Scherz im Stil der vorher erzählten Geschehnisse gemeint. In einer älteren Version des Artikels war da am Ende dieses Absatzes auch ein „J“, das auf ein nicht richtig konvertiertes Smiley hindeutet. Ich hab auf Facebook gesehen, dass manche Leute den Absatz sehr ernst genommen haben … zeigt mal wieder, wie sehr ein einziges „Zeichen“, das im Artikel geändert wurde, den Effekt des Texts ändern kann.
Thread: derStandard.at: „Es gibt kein Ausländerproblem“   Letzter Post
Geschrieben: Freitag, 21. Dezember 2012 12:00:29(UTC)
Artikel auf derStandard.at: Es gibt kein Ausländerproblem.

Ein recht herzig-lustig geschriebener Artikel, der sehr traurige Einblicke liefert. Ich dachte, ich poste das mal hier; ich bin sicher, es gibt (leider) nicht wenige unter uns, die ähnliche Erfahrungen in Österreich oder in anderen Ländern machen mussten.

Ein Ausschnitt:
„Und vor einer Woche wieder am Heimweg nach der Arbeit auf dem Bahnhof Wien Meidling (übrigens zum 2. Mal dieses Jahr). Die Kurzfassung: "Zeigen‘s mir Ihren Ausweis." "In Österreich ist man nicht ausweispflichtig." "Doch!" Ich zeige ihm auf meinem Handy den gegenteiligen Wikipedia-Eintrag, Mitführungspflicht gibt es keine. Ok, er gibt nach, Name und Adresse genügen. Ich frage, warum er denn meinen Ausweis überhaupt sehen will. "Ich will überprüfen, ob Sie Österreicher sind." Aha, auf einem internationalen Bahnhof voller Touristen eine interessante Aufgabe. Ich frage: "Und wenn ich Ihnen meinen Führerschein zeige, dann wissen's ja trotzdem nicht, ob ich Österreicher bin, sondern nur, dass ich hier Auto fahren gelernt habe." "Naja, aber das sagt dann schon einiges aus." Ich frage weiter: "Und warum haben's von all den Leuten, die hier stehen (alle anderen ethnisch weiß ) gerade mich rausgesucht?" "Na, weil's da rumstehen." Anscheinend ein sehr auffälliges Verhalten meinerseits auf einem Bahnhof.“

Hat jemand ähnlich Absurdes zu berichten? hm
Thread: Philologische Bachelorstudien --> zusätzliche LVAs im Master   Letzter Post
Geschrieben: Donnerstag, 6. Dezember 2012 02:10:14(UTC)
Ich bin zwar nie selbst in dieser Situation gewesen, aber wenn ich mich an verschiedene Auflagen-Bescheide aus meiner Beratungszeit richtig erinnere, waren es vor allem die Lehrveranstaltungen Textkompetenz (in all ihren Formen) und Translatorische Basiskompetenz, die sehr oft vorkamen. Die PIK-Prüfung ebenfalls. Kann sein, dass auch ein paar sprachübergreifende Lehrveranstaltungen dabei waren, aber da trau ich mich keine aufzuzählen, weil ich mir sehr unsicher bin, und weil mit dem Bachelorstudienplan von 2011 ein paar ganz neue wichtige solcher Lehrveranstaltungen eingeführt wurden.

Ich hoffe, es findet sich noch jemand, der selbst Auflagen fürs Masterstudium erhalten hat, und kann dir eine hilfreichere Antwort geben. lächel'
Thread: Sommerjob in England (am Liebsten Manchester)   Letzter Post
Geschrieben: Donnerstag, 22. November 2012 23:31:18(UTC)
Du könntest dich auf Gumtree, Multilingual Vacancies oder Top Language Jobs umsehen. Allerdings sind vor allem bei den letzten zwei Seiten eher Angebote für Langzeitjobs online. Der Guardian hat eine Job-Suche, vielleicht findest du dort was (jetzt oder später).

Die University of Manchester hat außerdem eine Seite über Sommerjobs in Manchester, auf der du einige nützliche Links findest. Eventuell findest du sogar einen Job für die Uni selbst. Ansonsten hast du eventuell auch Glück, wenn du dich an Organisationen/Firmen/Restaurants/Geschäfte in Manchester direkt wendest.

Hoffe, das hilft zumindest ein wenig. lächel
Thread: UMFRAGE 15 Min Dringend!   Letzter Post
Geschrieben: Sonntag, 19. Februar 2012 11:04:02(UTC)
Mitgemacht. smile
Thread: StV gegen praxisorientierte LVAs?   Letzter Post
Geschrieben: Sonntag, 29. Jänner 2012 21:36:44(UTC)
Dexter;31448
Jene (eher theorieorientierten) LVAs die einem echt was gebracht haben, wie etwa Idiomatik, wurden eingestampft.

Idiomatik wurde auch bewusst nicht wieder eingeführt, obwohl das diskutiert wurde, weil Idiomatik eben wieder nur „Vokabelarbeit“ ist und erst wieder das Äquivalenzdenken („Wie heißt dieser Ausdruck auf Deutsch?“) fördert, das die Studierenden ja ablegen sollen (Stichwort „am Ausgangstext kleben“).

Dexter;31448
Wurde eigentlich auch daran gedacht dass einige Studenten nach dem B.A eventuell den M.A. belegen wollen?

Auch die profitieren davon, wenn sie sich schon im BA mit den wissenschaftlichen Grundlagen auseinandergesetzt haben. Auch für die Fertigkeiten, die im MA trainiert haben, gilt das, was ich oben über die BA-Fertigkeiten geschrieben hab: ohne umfassende Auseinandersetzung mit der Theorie wird nichts Professionelles draus. Die aktuellen MA-Studien bestehen fast nur aus „praktischen“ Stunden.

Dexter;31448
Und was die VO Fachkommunikation betrifft: ist das ernst gemeint? Es soll nicht schlichtes Vokabel-pauken sein? Man soll sich also zusätzlich zu dem, was man ohnehin mit Arbeit und Studium um die Ohren hat, auch noch derart umfangreiche Sachen selber erarbeiten??

Es ist nicht so gedacht, dass in der VO nur Vokabel durchgemacht werden und dann die Studis alles andere selbst zuhause erlernen, sondern dass, da Vokabellernen ganz allgemein zuhause gemacht werden kann, in der Vorlesung andere Inhalte besprochen werden sollen (wie funktioniert Fachkommunikation in dieser oder jener Kultur, in diesem oder jenem Bereich, wie schreibt man Texte für dieses und jenes Fachpublikum etc.).

Dexter;31448
Ich sehe bei dieser VO echt kein Problem die Zyklen beizubehalten.

Wenn Lehrende das für sinnvoll halten, können sie das eh tun. Die Zyklen wurden nur aus dem Studienplan und den Titeln der LVs rausgenommen, damit Lehrende selbst ihre Schwerpunkte wählen können, so wie sie das für die jeweilige Sprache(n) sinnvoll halten.

Dexter;31448
man sollte vielleicht auch etwas an der (um es vorsichtig auszudrücken) kurzsichtigekti mancher LVAs ändern.
Z.Bsp.: Landeskunde Französich: ist Frankreich das einzige französischsprachige Land?
Ich frage nur weil es immer heisst: wir sollen Kulturmittler sein. Aber nur in Frankreich, oder?

Dass Kulturkunde viel mehr als Landeskunde sein soll, ist schon länger ein Thema. Auch das wurde für den BA 2011 nochmal besonderes angegangen. Das ist auch einer der Gründe, warum es jetzt ein kulturkundliches Proseminar gibt. Es gab auch ein entsprechendes Fortbildungsseminar für die betroffenen Lehrenden im Sommer, das alle besucht haben.

Ganz allgemein: Dem meisten der Kritik, die hier gebracht wird, kann ich mich sehr gut anschließen. Aber das sind alles Punkte für das Bakk- oder BA-2007-Studium und eben genau die Gründe für die verschiedenen Änderungen im Bachelorstudienplan 2011, um den es ja im Ausganspost ging. Wie schon gesagt, es dauert sicher eine Zeit, bis die Lehrveranstaltungen in der Realität sich den Idealen im Studienplan annähern – und in manchen LVs wird das wohl schneller als in anderen gehen, wie man schon beim Übergang von Bakk zu BA gemerkt hat – aber die Richtung, die der BA 2011 vorgibt, ist meiner Meinung nach auf jeden Fall die richtige.

majandra
Ich glaube auch, dass vieles einfach nicht umgesetzt wird, was laut Studienplan eingentlich sinnvoll klingen würde. Viele ProfessorInnen machen nach wie vor dasselbe, also heißen die LVs jetzt einfach nur anders.

Ja, das ist eines der größten Probleme bei der Umsetzung der neuen Studienpläne (Landeskunde unter dem Namen von Kulturkompetenz ist da das beste Beispiel). Ich weiß, dass sich die Zentrumsleitung, Studienprogrammleitung und Sprachlehrgangskoordinator*innen sehr darum bemühen, die Absichten hinter dem neuen Studienplan so gut wie möglich zu erklären und alle Lehrenden davon zu überzeugen, dass das, was im Studienplan steht, wichtig und gut ist, aber in der Realität ist das ja leider nie so einfach … Ein paar positive Beispiele fallen mir aber auch ein, zum Beispiel die LV Diversität und Ethik in der Transkulturellen Kommunikation, die ja ganz neu ist und die genau in die Richtung geht, die der Studienplan vorgibt.
Thread: StV gegen praxisorientierte LVAs?   Letzter Post
Geschrieben: Samstag, 28. Jänner 2012 19:10:07(UTC)
Lyann;31428
Okay... das ist jetzt Versuch #3 einer Antwort weil mir das verdammte Touchpad des Laptops dauernd zurückblättert und damit meine Antwort im digitalen Äther verschwindet.

Ich empfehle Lazarus (gibt’s für Firefox und für Chrome) – das kleine Ding speichert alles, was du in Textfelder im Internet eingibst und setzt dem Alles-weg-Frust ein Ende. lächel'

Lyann;31428
Dabei ist, denke ich, zu erwähnen, dass hier eigentlich nicht die Theorie oder ihre Bedeutung in Frage gestellt wird, sondern viel mehr die Art wie sie vermittelt wird (nämlich ohne Bezug zur Praxis). Erst dadurch entsteht diese Antipathie überhaupt, denn diese kolportierte Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis ist meiner Meinung nach hausgemacht.

Hm, langweiliger Unterricht ist natürlich immer ein Problem, ganz egal was unterrichtet wird. Die „hausgemachte Diskrepanz“ hab ich in meiner Studienzeit aber mehr in den „praktischen“ LVs erlebt, nämlich in denen, wo uns quasi klargemacht wurde, dass wir jetzt, wo wir „endlich“ die Theorie „hinter uns haben“, „wirklich arbeiten“ können und so weiter und die Mehrheit erleichter aufgeatmet hat, dass wir nicht mit Theorie „gelangweilt werden“ etc. … Ich will hier niemanden anschuldigen, das würde auch nichts bringen, das war einfach meine Erfahrung am ZTW. Das Gegenteil – LVs in denen meiner Meinung nach sehr gut mit Theorie und Praxis gearbeitet wurde – hab ich zum Glück auch erlebt.

Lyann;31428
Ich räume gern ein, dass ich eventuell einfach nur Pech hatte, nachdem ich viele dieser LVs in ihrem Anfangsstadium besucht habe und nach den vielen Änderungen in den letzten Jahren kann es gut sein, dass es eben seine Zeit braucht, bis sich alles aufeinander abgestimmt hat.

Denn von dem Ziel "das eigene Handeln reflexiv zu betrachten" etc. habe ich persönlich nicht viel mitbekommen und ich wage mal ganz überheblich zu behaupten, dass das nicht an mir lag.

Ich kann nur hoffen, dass die Studenten von jetzt nicht in vier, fünf LVs das Gleiche zu hören bekommen.

Ich glaube nicht, dass du hier einfach nur Pech hattest. Ich hab ja das Bachelorstudium 2007 genau deswegen kritisiert – und die Änderungen fürs Bachelorstudium 2011 fangen ja erst jetzt an. Mit dieser Struktur kannst du also noch gar keine Erfahrungen gemacht haben, es gibt sie ja erst jetzt.Eine genaue Abstimmung und Aufteilung der Lehrinhalte war auch Ziel der Curricular-AG. Nur muss halt jetzt der Plan in die Realität umgesetzt werden, und da müssen alle Lehrende sich erstmal mit dem neuen Plan auseinandersetzen, überlegen, wie sie das Verlangte gut in ihren Unterricht einbauen können und so weiter. Das wird sicher nicht von heute auf morgen passieren, aber ein solider Studienplan als Grundlage ist dafür Voraussetzung und auch wenn wir lange nicht alle unsere (StV-)Wünsche in den Plan einarbeiten konnten, ist der BA 2011 im Vergleich zum BA 2007 doch in einigen zentralen Punkten um Vieles überlegter und besser, finde ich.

Lyann;31428
Sicher wär's schön, würde das Praxis vs. Theorie Hick-Hack aufhören, aber genau diese Verbindung im Verständnis der Studierenden herzustellen ist doch auch Aufgabe des curriculum, nicht wahr? Und da hakt es in diesem Studium schon gewaltig.

Genau deswegen ja die Änderungen fürs Bachelorstudium 2011. zwinker Viele Entscheidungen werden vielleicht auch erst im Kontext klarer – wenn man sich anschaut, wie sich der Studienplan im Gesamten geändert hat und wie die einzelnen Lehrveranstaltungen aufeinander aufbauen und zusammenspielen.

Lyann;31428
Danke jedenfalls für deine Stellungnahme zu den Absichten der STV in dieser Hinsicht. Man ist ja als Studierende doch oft außen vor und muss sich dann wundern wieso welche Dinge mit welcher Absicht entschieden worden sind.

Bitte, gerne. Ich muss zugeben, ich kann bei dem Thema nie ganz ruhig bleiben (was aus meiner Antwort oben sicher sehr deutlich rauszulesen ist), also danke dir für die ruhige Antwort.